Footballspiel "ohne" Saalfeld

Sunday, 14. June 2015

350 Zuschauer erleben herbe Niederlage der Titans

„Das war es für heute. Am 30. August zeigen und erklären wir Ihnen Football noch einmal richtig“, kommentierte Stadionsprecher Eirik Otto das Ende des zweiten Heimspiels der Saalfeld Titans. Mit einer Klatsche endete am vergangenen Sonntag im Saalfelder Stadion das Spiel in der Landesliga Ost gegen die Halle Falken. 00:73 hieß es nach vier ereignisreichen Quartern. „Wo man nach dem Spiel auch hinsah, man sah nicht nur erschöpfte sondern auch ratlose Gesichter. So richtig konnte niemand das Ergebnis erklären.“, beschreibt Vorstand Andre Zschernitz.

Saalfeld startete richtig gut in die Partie und war sofort präsent. Nach dem Kick-Off arbeitete die Defense gut zusammen und ließ die Falken kaum Raum gewinnen. Es zeichnete sich ein spannendes Spiel auf Augenhöhe. 00:00 stand es nach dem ersten Quarter. „Es lag das beste Ergebnis der bisherigen Saison in der Luft“, so Titans-Präsident Christopher Mielke.

Im zweiten Viertel eroberte zunächst Saalfelds Defense den Ballbesitz. Verwundbare Stelle blieb die Arbeit der Offense. Der kaum bemerkenswerte Raumgewinn – mit glücklosen Pässen als Schwachstelle – führte zum Dauereinsatz der Defense, die dem hohen Anfangstempo schnell Tribut zollte. Erste Konzentrationsfehler ließen die Falken in Führung gehen. Ruckartig kippte vollends das Spiel. Völlig unkonzentriert und beinahe wie gelähmt stand die Defense auf dem Spielfeld. 4 Touchdowns und 00:25 Punkte bis zur Halbzeit waren eine schwere Bürde – für Team und 350 Fans im Stadion gleichermaßen.

In der Pause versuchte Headcoach Thomas Friedrich seine Spieler wach zu rütteln, schließlich gehörte das dritte Viertel bisher immer den Titans. Doch auf dem Spielfeld tat sich nichts. Zur instabilen Defense gesellte sich nun auch noch eine schwächelnde Offense.

Die Titans verloren komplett den roten Faden. Halle macht sein Spiel. Die Gästepunkte stiegen beständig. 00:51 nach dem dritten Viertel und im letzten kamen nochmals 22 Punkte hinzu.

„Ob in der drückenden Hitze, in der fehlenden Erfahrung oder in der Unruhe im Team nach dem Kreislaufkollaps eines Spielers im zweiten Viertel die Ursache im desolaten Spiel zu suchen ist, bleibt dahingestellt. Den Spieltag müssen wir abhaken und uns auf das Rückspiel in Halle konzentrieren. Das erste Viertel hat gezeigt, dass wir in der Liga mithalten können“, beschreibt Zschernitz und Mielke fügt hinzu: „Die Titans lehrten den bitteren Kelch bis zur Neige. Doch das Team stand nie allein. Unsere Fans waren bis zum Ende präsent. Ein unbeschreiblich gutes Gefühl.“