Titans-Präsident neu im KSB-Vorstand

Thursday, 16. July 2015

Bad Blankenburg. Mitte Juni kam in der Landessportschule Bad Blankenburg der ordenltiche Kreissporttag des Kreissportbundes (KSB) „Saale/Schwarza“ zusammen. Neben Rechenschaftberichten ging es vor allem um die Wahl eines neuen Vorstandes.

Alter und neuer Vorsitzender ist Frank Persike. Der 67-Jährige, der der einzige Kandidat für diesen Posten war, wurde ohne Gegenstimme für die kommenden drei Jahre wiedergewählt. Persike – seit 2006 Bürgermeister der Lavendelstadt – geht damit in seine zweite Amtsperiode.

Neu im Vorstand des KSB ist Titans-Präsident Christopher Mielke. Einstimmig gewählt übernimmt er nach der Konstituierung des Vorstandes den Bereich Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. "Nach meinen beiden Ausbildungen beim LSB zum Vereinsmanager C und B sowie fünf Jahren Vorstandsarbeit im Verein und zwei Jahren im Sportfachverband entschloss ich mich für den Vorstand zu kandidieren. Ich sehe durchaus Potential im KSB, was u. a. die öffentliche Wahrnehmung und die weitere Entwicklung zum sportlichen Dienstleister betrifft", sagte Mielke.

Ebenfalls ohne Gegenkandidaten und -stimmen sind Bernd Lämmerzahl als 1. Stellvertreter und Sabine Franz als 2. Stellvertreterin gewählt worden. Komplettiert wird der neue Vorstand durch die Schatzmeisterin Kathrin Wunder, die Beisitzer Monika Hofmann (Frauenwartin), Rolf Sonnabend, Ronny Unger sowie den seit vielen Jahren amtierenden Vorsitzenden der Kreissportjugend Karl-Heinz Barth.


Kreissporttag in gewohnter Manier

Frank Persike zog zuvor in seinem Bericht vor Vertretern aus den insgesamt 47 Vereinen und verschiedenen Ehrgästen aus Politik und Sport eine erfolgreiche Bilanz der vergangenen Amtszeit – und sparte dennoch nicht mit Kritik.

Er beschrieb die sich zuspitzende finanzielle Situation der Vereine, die immer häufiger an der Finanzierung der Sportanlagen beteiligt werden. Auch ziehen sich Kommunen aufgrund der angespannten Haushaltslage sowie bestehenden Rechtslage, dass Sportförderung „nach Maßgabe ihrer Haushalte“ freiwillig ist, aus der finanziellen Unterstützung zurück. Beispiel hierfür ist der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. „Es bedarf schnellstens einer Gesetzesinitiative zur Nachbesserung des Sportfördergesetzes, damit dieser an der besagten Stelle zwingender formuliert wird“, so der Vorsitzende. In seiner Kritik wurde Persike von Karl-Heinz Barth unterstützt: „Unsere Turn- und Sportvereine sind nicht die alleinigen Reparaturbetriebe der Gesellschaft, auch wenn wir uns im Sport sehr oft als ‚Kitt der Gesellschaft‘ sehen und unseren Beitrag leisten – und das seit Jahren.“

Größeren Raum als die Kritik nahm aber der Dank an das Ehrenamt sowie das vielfältige Engagement der Förderer– allen voran der Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt – ein.

Für die kommenden Jahre sieht Persike Potential „im Ausbau der Basisarbeit zur weiteren Unterstützung der Vereine vor Ort, der Weiterqualifizierung der Frauen- und Seniorensportfeste, der Festigung der Zusammenarbeit mit der Kreissportjugend und den kommunalen Entscheidungsgremien sowie in der Stärkung der Partnerschaftsarbeit mit Trier-Saarburg und der Qualifizierung der Öffentlichkeitsarbeit.“